Rezension Die souveräne Leserin


Erscheinungsdatum: 28. August 2008
Verlag: Wagenbach
114 Seiten
14,90€

Inhalt:
Alan Bennett beschreibt auf amüsante Weise den Weg von Queen Elizabeth II. zu eine begeisterten Leserin. Zusammen mit ihrem Küchengehilfen Norman entdeckt sie immer neue Bücher, unterhält sich mit ihm darüber und verwickelt nun auch gerne andere Menschen in Gespräche über Literatur.
Dies wird nicht von allen gerne gesehen...

Meine Meinung:
Auf irgendeiner Bücherseite las ich eine Empfehlung zu diesem Buch und habe es mit daraufhin bestellt. Da es nur so dünn ist, habe ich es sofort zu lesen begonnen.
Die Geschichte fängt so leicht und beschwingt an, dass man wirklich so gerne Seite um Seite liest, zum ersten Mal habe ich mir auch mit einem Bleistift Stellen angestrichen, weil so viele wunderbare Sätze in diesem Buch enthalten sind.
"Ein Buch ist ein Sprengsatz, um die Phantasie freizusetzen."
"Lesen heißt sich zurückziehen. Sich unzugänglich zeigen. Es wäre leichter, wenn es sich um eine weniger ... weniger selbstsüchtige Beschäftigung handelte."
Und einmal spricht die Queen mir direkt aus dem Herzen:
"Für mich (...) ist Literatur ein riesiges Land, zu dessen fernen Grenzen im mich aufgemacht habe, die ich aber unmöglich erreichen kann. und ich bin viel zu spät aufgebrochen. Ich werde meinen Rückstand niemals aufholen."

Es passiert nicht viel in diesem Buch, äußerlich, aber es ist trotzdem spannend zu lesen, welchen Wandel die Queen im Laufe der Geschichte vollzieht, wie sie sich immer mehr in die Literatur verkriecht...
Da ich vor allem seit dem letzten Jahr so ein richtiger Lesejunkie geworden bin, passte "Die souveräne Leserin" richtig gut in mein Leben...

Fazit:
"Die souveräne Leserin" ist ein kleines, feines Buch, das bestimmt jeder passionierte Leser gerne mit einem Schmunzeln auf den Lippen lesen wird.
4,5 Sterne gebe ich dafür.

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