Rezension Als Gott schlief

Erscheinungsdatum: Mai 2014
Verlag: dotbooks
ca. 403Seiten
6,99€

Meine Hände rutschten zum wiederholten Male von der Wand ab. Ich pochte gegen die Tür, die sich Sekunden vorher geschlossen hatte. Ich wollte schreien: »Lasst mich hier raus!«

München und Wien: Eine Serie brutaler Morde an katholischen Geistlichen schockiert die Öffentlichkeit. Die Opfer werden auf grausame Weise gefoltert und getötet.
Am Tatort werden mysteriöse Hinweise gefunden, die jedoch niemand entschlüsseln kann. Kriminalbeamtin Jutta Stern und ihr Partner Thomas Neumann stehen vor einem Rätsel. Was hat die Opfer verbunden? Was treibt den Mörder an? Bei ihren Ermittlungen stößt Jutta auf eine Mauer aus Angst und Schweigen – doch dann entdeckt sie eine Spur, die weit in die Vergangenheit zurückreicht …

Eine junge Kriminalbeamtin, ein sadistischer Mörder und eine schreckliche Wahrheit ...

Im Nachwort wird berichtet, dass die Handlung von "Als Gott schlief" auf Tatsachen beruht. Auch ohne dieses Wissen waren einzelne Szenen für mich kaum auszuhalten.
Mit dem Wissen um das unerträgliche Schicksal der Kinder, von denen Jennifer B. Wind erzählt, ist das Buch eigentlich kein "Unterhaltungsbuch".
Aber nun zu der Story an sich:
Jutta Stern und Thomas Neumann ermitteln fieberhaft, um die grausamen Morde an Geistlichen in Österreich und München auszuklären. Schnell wird klar, dass die Opfer eines eint: Alle machten sich in irgendeiner Weise schuldig am Missbrauch von Kindern in einem kath. Kinderheim in der 70er Jahren.
Nach den ersten 5% wollte ich schon fast mit der Lektüre aufhören, denn so viele dämliche sexuelle Anpielungen gingen mir extremst auf die Nerven. Immer noch habe ich keine Ahnung, was die Autorin damit bezwecken wollte, denn diese Anpielungen tun einfach NICHTS zur Sache!
Gott sei Dank habe ich aber weiter gelesen, denn die Story riss mich mit wie eine Welle.
Lebendige Personen, anschaulich beschriebene Schauplätze und ab dann auch ein wunderbar zu lesender Schreibstil ließen die Lesezeit einfach nur so verfliegen.
Bis kurz vor Schluss hatte ich keine echte Ahnung, wer nun der Täter sein könnte.
Die Auflösung ist absolut nachvollziehbar und auch "befriedigend". Denn gerade dies ist bei so vielen Thrillern das große Manko.

Fazit:
Harte Kost, ein Thema, das mich als Mutter hart an meine Grenzen brachte, oft kaum aushaltbar.
Aber der Missbrauch von Kindern ist so ein wichtiges Thema, vor dem man seine Augen nicht verschließen darf.
Deshalb gibt es auch eine unbedingte Leseempfehlung von mir.

Danke an www.bloggdeinbuch.de, dass ich dieses eBook rezensieren durfte.

Interessant zu diesem Thema ist auch dieser Eintrag in meinem Blog:
Alice Day


Kommentare:

  1. Ich hoffe das eBook wird auch einnmal als Taschenbuch veröffentlicht, denn ich habe es schon länger auf meiner Wunschliste und keine eReader. Ein absolutes Must-read!
    LG Martina

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    1. Hast du denn vielleicht ein Smartphone? Mit den kostenlosen Lese-Apps könntest du es dann doch lesen.
      LG, Kristine

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