Rezension Krähenmädchen

Erscheinungsdatum: 21. Juli 2014
Verlag: Goldmann
480 Seiten
12,99€

Kommissarin Jeanette Kihlberg leitet die Ermittlungen bei einer grausamen Mordserie: Über mehrere Monate werden in Stockholm immer wieder Jungenleichen gefunden, die Zeichen schwerster Misshandlung zeigen. Eines der Opfer war Patient der Psychotherapeutin Sofia Zetterlund, die auf multiple Persönlichkeitsstörungen spezialisiert ist. Jeanette bittet sie, ein psychologisches Profil des Täters für sie zu erstellen. Bei der gemeinsamen Arbeit entsteht schnell eine enge Verbundenheit. Doch Sofia taucht dabei immer mehr in ihre eigene Vergangenheit ein, und auch bei der Beschäftigung mit einer ihrer Patientinnen, Victoria Bergman, kommen Erinnerungen an die Oberfläche, die sie besser für sich behält ... Während Jeanette und Sofia dem abgrundtief bösen Kern einer Gruppe von kaltblütigen Machthabern näherkommen, die seit Jahrzehnten Missbrauch und Manipulation betreiben, wissen sie bald nicht mehr, wem sie noch trauen können – offenbar nicht einmal sich selbst.

Meine Meinung:
"Krähenmädchen" ist der Auftakt einer Thriller-Trilogie des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist.
Und gleich vorweg: GOTTSEIDANK kommen die Folgebände schon in diesem Jahr!

Die Geschichte wird in unterschiedlichen Erzählsträngen entwickelt, ohne Zeitangaben. Dies ist anfangs etwas kompliziert, doch schon nach kurzer Zeit fügten sich die einzelnen Stränge zusammen und ergaben ein Gesamtbild, das wirklich unvorstellbar grausam ist.
Der etwas nüchterne Schreibstil hat mich sehr angesprochen, gerade im Gegensatz zu dem Grauen macht es das Kopfkino einfach erträglicher.
Die Kapitel sind bis auf ganz wenige Ausnahmen sehr kurz gehalten, sowas mag ich persönlich ja sehr gerne.
Wunderbar ist, dass das Autorenduo vollkommen auf detaillierte Schilderungen der Taten verzichtet, so kann man sich seiner eigenen Toleranz entsprechend die Bilder vorstellen.
Es ist kaum zu glauben, aber schon vor der Hälfte des Buches hatte ich eine Ahnung, wer der Täter sein könnte - und ich hatte Recht! Warum und wieso kann ich natürlich nicht schreiben, denn ich mag ja niemandem etwas vorweg nehmen.
Am Ende bleiben viele Fragen offen, die hoffentlich in den beiden anderen Bänden der Trilogie beantwortet werden.
Mich hat "Krähenmädchen" unheimlich mitgenommen, ein Buch, das absolut unter die Haut geht, mehr "Psycho" als "Thriller", aber gerade deshalb so reizvoll zu lesen.

5 Sterne gibt es natürlich.

Im September und November erscheinen die Folgebände "Narbenkind" und "Schattenschrei", die ich auf alle Fälle auch lesen muss/will/werde.

Kommentare:

  1. Ich hab es jetzt auch ausgelesen und bin sehr begeistert. Das Buch war richtig, richtig spannend, und auch wenn ich eher zart besaitet bin war es ok für mich, weil die brutalen Stellen nicht zu sehr ausgeschmückt sondern eher nüchtern beschrieben wurden.
    Was mir auch gut gefallen hat, sind die Details. Eine fußballspielende Frau. Ein Hausmann. :-)
    Lustigerweise hatte ich auch die gleiche Vermutung wie du Kristine, schon relativ früh. :-) Ich freu mich schon auf die Folgebände, die muss ich unbedingt kaufen! :-)

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  2. Freut mich, dass dir dein Gewinn dann auch gefallen hat <3

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