Rezension Blut ist dicker als Wasser

Erscheinnungsdatum: 1. September 2014
Verlag: rororo
544 Seiten
9,99€

Justin und Libby Denby führen ein Leben wie aus dem Hochglanzmagazin: Sie sind wohlhabend, gut aussehend, wohnen mit ihrer reizenden Tochter Ashlyn in einem wunderschönen Haus in bester Bostoner Lage. Die perfekte Familie.
Doch dann kommt der Abend, an dem die Denbys in die Katastrophe stürzen: Sie werden entführt und verschleppt, in ein altes Gefängnis im Norden New Hampshires. Ihre Entführer sind maskiert, die Motive völlig unklar. Geht es tatsächlich um Geld? Oder vielmehr darum, eine alte Rechnung zu begleichen?
Detective Tessa Leoni tappt lange im Dunklen. Sehr spät erst merkt sie: Auch hinter der schönsten Fassade lauern Abgründe ...


Zwei Fragen wollte ich unbedingt aufgelöst haben in diesem Buch, leider wurde mir nur eine beantwortet.
Wer hinter der Entführung der Familie steckte erfährt der Leser zum Ende, sehr überraschend ist es allerdings nicht.
Die andere Frage, was wirklich in dieser einen Nacht mit Tessa Leonis Famile geschah, wurde leider nicht befriedigend beantwortet.

Im Großen und Ganzen ist "Blut ist dicker als Wasser" ein solider Thriller, mehr allerdings nicht.
Es fehlen die Momente, in denen man als Leser einfach nur mit offenem Mund dasitzt und atemlos durch die Seiten fliegt, weil man endlich wissen muss, was Sache ist.
Die Geschichte plätschert leidlich spannend vor sich hin, teilweise mit argen Längen.
Wenn ich so darüber nachdenke, ist es fast mehr ein Familien-Psychogramm, es ist nämlich faszinierend zu sehen wie eine vermeindlich perfekte, intakte Familie Stück für Stück demaskiert wird und die "dunklen" Seiten eines jeden Familienmitgliedes zum Vorschein kommen.
Lisa Gardners Schreibstil ist gewohnt angenehm und flüssig zu lesen, aber mich hat sie mit diesem Buch diesmal nicht packen können.

3 Sterne gebe ich dafür.

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