Rezension Frühstück in Amsterdam

Erscheinungsdatum: Juni 2014
Verlag dotbooks
ca. 373 Seiten
5,99€

In diesem Moment sehe ich sie zum ersten Mal. Sie strahlt. Nicht, dass sie die ganze Zeit lacht. Nein, es ist etwas anderes. Diese Frau leuchtet.

Das große Glück, was ist das eigentlich? Oliver dachte immer, er könnte diese Frage leicht beantworten: Karriere machen, Geld verdienen und sich hin und wieder mit der Gelegenheitsgeliebten amüsieren. Doch dann endet sein Leben auf der Überholspur unsanft mit einer fristlosen Kündigung. Was tun? Eigentlich wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, in einem Luxushotel in Marrakesch zu relaxen. Stattdessen landet Oliver in Amsterdam – und begegnet dort einem Wunder namens Muk: Die attraktive Holländerin liebt wilde Blumenmuster, näht bunte T-Shirts und träumt von einem eigenen kleinen Laden. Muk ist das komplette Gegenteil von Oliver … und trotzdem genau die Frau, von der er schon immer heimlich geträumt hat. Auf einmal ist es zum Greifen nah, das große Glück. Nur: So einfach ist es nicht im Leben.

Eine warmherzige Geschichte über schlechtes Timing, richtige Entscheidungen und eine ganze Reihe kurioser Persönlichkeiten, die das Herz am rechten Fleck haben.


Nach der Lektüre dieses Buches habe ich mich entschieden, dass ich mich nicht mehr für ein Leseexemplar bewerbe, wenn ich nicht wirklich 100% davon überzeugt und begeistert bin. Selbst dann kann es ja sein, dass das Buch trotzdem enttäuscht, aber dann weiß ich wenigstens, was ich schreiben kann.
Hier fällt es mir nun wahnsinnig schwer, meine Meinung wieder zu geben, denn eigentlich habe ich gar keine richtige Meinung...
Verzaubert hat mich auf ersten Blick das Cover. Und da bin ich schon einmal herein gefallen - Langsam sollte ich es doch einmal besser wissen.

Marcus Luft schreibt seinen Roman aus der Sicht von Oliver, einem toughen Karrieretypen. Das ist schon mal ungewöhnlich, denn "normalerweise" sind eher weibliche Sichtweisen zu finden. Dies macht er in einem lockeren, flüssig zu lesenden Schreibstil.
Nun ist es aber so, dass die Geschichte zu gewöhnlich ist, zu banal... Sie tut nicht weh, man kann sie gut lesen, aber mehr ist da einfach nicht. Es plätschert so vor sich hin, es passiert nichts wirklich Aufregendes, vermeintliche Geheimnisse sind zu leicht durchschaubar, der Verlauf ist vorhersehbar.
Die Charaktere sind gut beschrieben und lebensnah. Oliver ist anfangs der unsympathische, arrogante und überhebliche karrieregeile Typ, Muk ist - natürlich - das genaue Gegenteil.
Was wirklich gut gelungen ist, ist die Darstellung Amsterdams. Die Atmosphäre, den Flair... Die Herzlichkeit der Menschen... Man war wirklich DA.

Trotzdem möchte ich mich bei dotbooks und Blogg dein Buch bedanken, dass ich dieses Buch zur Verfügung gestellt bekam.

3 Sterne vergebe ich dafür. Für einen kurzweiligen Nachmittag kann man sich das Buch schon mal auf seinen Reader laden.



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