Rezension Das rote Halsband

Erscheinungsdatum: 10. November 2014
Verlag: C. Bertelsmann
176 Seiten
12€

Ein herzerwärmender Roman über Treue, Mut und Liebe in schweren Zeiten

Sommer 1919: In einer kleinen französischen Stadt sitzt der Kriegsheld Jacques Morlac in Untersuchungshaft . Ihn umgibt ein dunkles Geheimnis, und er ist gefangen in seinem Stolz. Er wurde eingesperrt, weil er den ihm verliehenen Tapferkeitsorden seinem Hund ans Halsband heftete, anstatt die Ehrung anzunehmen. Warum aber will er nun seinen treuen Gefährten, der sich vor dem Kerker die Kehle aus dem Leib bellt, nicht zu sich lassen? Und warum verweigert er auch Valentine, der Mutter seines kleinen Sohnes, die sehnsüchtig auf seine Rückkehr gewartet hat, das Wiedersehen? Keine leichte Aufgabe für Richter Lantier de Grez, Licht in diesen rätselhaften Fall zu bringen.
Drei Menschen und ein Hund, der Schlüssel zu diesem herzzerreißenden menschlichen Drama, dem eine wahre Begebenheit zugrunde liegt …


Was für ein wunderbares, ruhiges, kleines Buch!
Jean-Christophe Rufin erzählt die Geschichte in einem außergewöhnlich reduzierten, angenehm zu lesenden Schreibstil, jedes Wort wurde mit Bedacht gesetzt, nichts ist unnötig, aber auch nichts zu wenig.
Es ist so schwierig, so ein kurzes Buch zu beschreiben, ohne etwas vorweg zu nehmen, ohne zu viel zu verraten, daher nur soviel:
Es ist eine beeindruckende Erzählung gegen den Krieg, gegen die Unmenschlichkeit.

Lest dieses kleine Buch, es ist so eine angenehme Abwechslung von der übliche Masse an Romanen, eines meiner Lesehighlights 2014.

5 Sterne


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