Rezension Hinter dem Mond

Erscheinungsdatum: 10. Februar 2014
Verlag: Diana
384 Seiten
9,99€

 Das Ende der Kindheit

Lilly ist neun, als ihre Eltern beschließen, das kleine ostfriesische Dorf zu verlassen und in ihre Heimat zurückzukehren: in den Iran. In Teheran ist Lilly nur noch wütend auf diese fremde Welt, die sie nicht versteht: die prächtigen Villen, die persische Verwandtschaft, die Farsi spricht, die Eltern, die plötzlich alles verbieten. Aber Lilly schlägt sich durch, mit Eigensinn und ohne sich anzupassen. Bis der Schah das Land verlässt. Bomben fallen auf Teheran, Chomeinis Sittenwächter dringen auch in die abgeschlossene Welt der persischen Oberschicht ein und erneut ändert sich Lillys Leben von Grund auf…


Der flüssige und leicht zu lesende Schreibstil macht einfach Spaß beim Lesen. Ich hätte mir etwas mehr Tiefe gewünscht, etwas mehr Einblicke und Informationen aus der damaligen Zeit. Leider blieb das Buch doch sehr an der Oberfläche, es wird halt das Leben eines Teenagers aus der Sicht des Teenagers erzählt.
Wenn ich nun also die Messlatte für einen historisch fundierten, ernsten Roman anlege, dann wurde ich sehr enttäuscht.
Wenn ich mich aber darauf einlasse, dass das Buch "einfach nur" unterhalten will vor dem Hintergrund der Zeit des Umbruchs im Iran, wenn ich mich auf die verzogene Göre einlasse und ihre teenagertypische Engstirnigkeit, dann bekomme ich genau das: Unterhaltung.


Gute 3,5 Sterne vergebe ich.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen