Rezension Während wir warten, bis die schönen Zeiten wiederkehren

 Erscheinungsdatum: 14. April 2014
Verlag: Piper
240 Seiten
19,99€

Marie würde am liebsten nie wieder aufstehen – so glücklich ist sie mit dem so mönchisch wirkenden Dramaturgen, der eher unvermittelt zum Mann ihres Lebens wurde. Also bleibt sie im Bett und erzählt ihm ihre Geschichte.

»Ich habe meinen Mann bei einem Essen kennengelernt, bei dem ich nicht eingeladen war und nicht mal die Gastgeber kannte. Gleich auf den ersten Blick war mir klar, dass ich mein Leben mit ihm teilen würde, dabei war er eine graue Maus ...« Dieser bewegende Roman handelt von einer großen Liebe und von einer verrückten Familie, von der übergroßen Bindung einer Tochter an ihre Mutter, der nie stattgefundenen Aussprache mit ihrem Vater und einer komplizierten Geschwisterbeziehung, in der dennoch niemand ohne den anderen sein kann. Das alles ist so leicht und charmant erzählt, wie man es vielleicht nur in Frankreich kann. 


In Rückblicken erzählt Cecile Harel die Geschichte der Familie von Marie. Diese besteht aus ihrem Vater, ihrer Mutter und ihren drei Brüdern.
Dies macht sie mit einem Schreibstil, bei dem ich einige Zeit brauchte, bis ich ihn so richtig "drin" hatte. 
Da dieser Roman meiner Meinung nach nicht soeinfach nebenbei gelesen werden kann, da er einfach zu komplex ist, hatte er es bei mir nicht leicht, ich habe momentan meinen Kopf einfach zu voll.

Von daher kann ich dem Buch vielleicht gar nicht so gerecht werden, wie es vielleicht verdient wäre.

Zusammenfassen kann ich sagen, dass "Während wir warten, bis die schönen Zeiten wiederkehren" nicht geeignet ist, um einen leichten, gemütlichen Leseabend zu verbringen. Wer allerdings mit Herz und Kopf richtig bei der Sache ist, macht damit garantiert nichts falsch.

3 Sterne vergebe ich.

Ach ja, irgendwo in den Weiten des Internet habe ich gelesen, dass dieser Roman biographische Züge trägt.

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