Rezension Broken Dolls

Erscheinungsdatum: November 2014
Verlag: dtv
384 Seiten
9,95€

Der erste Fall für Jefferson Winter.
Er ist kein gewöhnlicher Ermittler. Jefferson Winter ist Profiler. Und der Sohn eines berüchtigten amerikanischen Serienmörders. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, grausame Täter wie seinen Vater zur Strecke zu bringen. Doch manchmal fragt er sich, ob er etwas von dessen dunkler Seite geerbt hat. Und ob das der Grund dafür ist, dass er sich so gut in sadistische Mörder hineinversetzen kann …
Für einen besonders verstörenden Fall wird er nach England gerufen: Bereits vier junge Frauen sind einem perfiden Täter in die Hände gefallen, der seine Opfer nicht tötet, sondern ihnen einen Teil des Gehirns entfernt - womit er ihr Leben faktisch vernichtet. Jetzt ist eine fünfte Frau verschwunden. Jefferson muss und wird alles daransetzen, den Täter zu finden, bevor auch ihre Seele zerstört wird.

Ich bin ja eine Frau, die Bücher ua. gerne nach den Covern aussucht. Ja, ich weiß, das ist nicht unbedingt logisch, aber schlechte Cover schrecken mich einfach ab. Und dies war auch hier der Grund, warum ich die Lektüre von "Broken Dolls" immer wieder vor mir her schob, weil ich das Cover so "billig" finde...
Nun habe ich mich aber doch überwunden und wurde nicht eine Sekunde enttäuscht. Im Gegenteil, ich habe diesen Thriller verschlungen!

Jefferson Winter ist ein Profiler mit fast übermenschlichen Fähigkeiten und einem tragischen Familienhintergrund. Ihm zur Hand gehen die wunderschöne Sophie Templeton und Inspector Hatcher.
Leider hat James Carol es versäumt, dem Speziellen, Sohn eines Massenmörders zu sein, mehr Raum und Gewicht zu geben. Diese Tatsache wird zwar anfangs erwähnt, verkommt dann aber leider im Nichts.
Jefferson Winter wird beschrieben als hochintelligenter Mensch, leicht narzistisch und überheblich. Trotzdem war er mir nie unsympathisch. Natürlich fand ich es nicht immer realistisch, wie schnell und konkret Winter seine Schlussfolgerungen ziehen konnte, aber ich lese ja hier keinen Tatsachenbericht, sondern einen Thriller, da MUSS doch nicht immer alles 100% realistisch sein, oder?
James Carol hat einige unerwartete Wendungen und auch falsche Spuren eingebaut, an einer Stelle saß ich wirklich mit offenem Mund da, so verblüfft war ich.
Überschaubare Kapitellängen und ein mitreißender Schreibstil sind weitere Gründe, die aus diesem Thriller einen wirklichen Pageturner machen

5 Sterne

Im Juli erscheint übrigens schon der zweite Band: Watch Me - Ich werde es wieder tun

1 Kommentar:

  1. Hey,
    jetzt steht ein weiteres Buch auf meiner Wunschliste!
    Viele Grüße, Emmi

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