Rezension Die letzten Tage von Rabbit Hayes


Erscheinungsdatum: 20. März 2015
Verlag: rororo
464 Seiten
12€

Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt.

Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst ...
Die Geschichte von Rabbit Hayes: ungeheuer traurig. Ungeheuer tröstlich. 
 
Oh, ich weiß gar nicht, wie ich dieses Buch bewerten soll, was ich dazu sagen soll und ob ich es empfehlen soll. Denn einerseits erzählt Anna McPartlin eine wirklich wunderschöne Familiengeschichte, aber andererseits ist diese Geschichte so tieftraurig und eben auch hoffnungslos, da man ja von Anfang an weiß, wie es endet.
Rabbit ist eine Frau Anfang 40, so wie ich, und das Lesen ihrer letzten Tage, in denen sie den Kampf gegen den Krebs verliert, ist eigentlich so sehr traurig und deprimierend. 
Aber der Zusammenhalt ihrer wunderbaren Familie und Freunde ist wunderschön zu lesen.
In Rückblenden wird die (wieder unendlich traurige) Geschichte ihrer großen Liebe geschildert, die sich wunderbar in das Gesamtbild einfügt.
Diese beiden Erzählebenen, die Kindheit und Jugend von Rabbit und die Jetzt-Zeit, erlauben es dem Leser, dass er die Akteure wunderbar kennen und mögen lernt.

Letztendlich ist es ein selten berührender Roman, den man aber vielleicht doch lieber nur dann lesen sollte, wenn man selber in guter Stimmung ist.

4 Sterne bekommt Rabbit Hayes von mir.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen