Rezension Ein Jahr an der Côte d'Azur

Erscheinungsdatum: 16. September 2014
Verlag: Herder
192 Seiten
12,99€

Das sagenumwobene Licht. Die Wärme im Winter, das azurblaue Meer, die Reichen und Schönen. Das ist die Côte d’Azur. Und noch viel mehr:
Annika Joeres trifft den Tierarzt steinreicher monegassischer Hunde, einen deutschen Obdachlosen in Cannes und erntet Oliven im wilden Hinterland. Sie fährt russische Touristen mit der Rikscha durch Nizza, verzweifelt an den Handwerkern und spielt Rugby mit neuen Freundinnen. Ein aufregender Alltag.

Wie schön, dass ich mich endlich einmal wieder von einer Autorin in ein fremdes Land/in eine fremde Stadt entführen ließ. Annika Joeres gelang es mit ihrem flüssigen, lockeren Schreibstil mich mitzunehmen durch ihr Jahr an der Côte d'Azur. Ich selbst war noch nie in dieser Gegend und doch habe ich jetzt ein deutliches Bild von dieser wunderbaren Landschaft vor meinem inneren Auge.
Neben Nizza reisten wir auch nach Cannes, Monaco, Grasse und einige andere Orte und erfuhren dabei auch einiges an geschichtlichen Hintergründen. 
Annika Joeres beschränkt sich bei ihren Erzählungen nicht nur auf die Sonnenseiten dieser Gegend, auch die unangenehmeren Seiten wie die Problematik der Obdachlosen oder der Rechtsradikalen werden geschildert.
Für mich als kleiner Klatsch- und Tratsch-Fan war der Abschnitt über die Filmfestspiele in Cannes natürlich besonders lesenswert, wobei auch alle anderen Erlebnisse wirklich interessant und oft auch amüsant waren.

Fazit:
Mir hat das Jahr an der Côte d'Azur einen wunderbaren Nachmittag im Garten beschert und das schöne Südfrankreich nahe gebracht.
Einen Punkt möchte ich dennoch abziehen, da mir gewissen "Geheimtipps" oder "Insiderinformationen" wie ich sie aus anderen Bänden der Reihe kenne, doch etwas gefehlt haben.

4 Sterne

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