Rezension Dark House

Erscheinungsdatum:1. April 2015
Verlag: Droemer
352 Seiten
16,99€

Da waren’s nur noch neun.
Es war eine unverzeihliche Verrücktheit. Zehn Jahre ist es her, dass John und seine Freunde als Abschluss ihres Studiums in einem verlassenen Gebäude ein »Dark House« einrichteten:

mehrere völlig abgedunkelte Räume, in denen nichts zu sehen, aber alles erlaubt war. Wie weit würden sie gehen? Würden sie nach dieser Grenzerfahrung noch dieselben sein? Kurz darauf verübte eine junge Frau aus der Gruppe Selbstmord, über den niemals wirklich gesprochen wurde. Nun wollen die Freunde endlich Licht ins Dunkel bringen und treffen sich auf Johns Anwesen an der felsigen Küste von Dorset. Doch kaum ist ein Tag vergangen, liegt einer von ihnen tot auf den Klippen – der Beginn eines tödlichen Reigens ...

Ich liebe ja solche Plots, wie hier beschrieben: Eine Gruppe von Menschen in einer einsamen Umgebung, abgeschnitten von der Umwelt und ein Mörder bei oder unter ihnen... Also schien dieser Roman von Thomas Kastura genau das richtige für mich zu sein.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten war ich auch total "drin" und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Schwer war für mich seltsamerweise, den Personen ein Gesicht zu geben und zu wissen, wer "wer" ist. Dies tat allerdings der Spannung keinen Abbruch, die einsame Gegend um Dorset hatte ich wie einen Film in meinem Kopf.
In leider zu kurzen Rückblenden erfährt der Leser ansatzweise, was damals vor 10 Jahren im Dark House passiert ist, der Zusammenhang zu den aktuellen Morden allerdings ist allerdings trotzdem (noch?) nicht zu sehen.

--SPOILER--
Dann allerdings stürzte die Geschichte für mich absolut ab: Ab Seite 268 wird eine Theorie entwickelt und im gleichen Atmezug stellt sich diese Theorie auch noch als wahr heraus - für mich absolut an den Haaren herbei gezogen, wirr und obskur. Ich dachte nur "Bitte, bitte lass das jetzt nicht so sein!". Aber leider war es dann doch so.
--SPOILER ENDE--

Fazit:
Die letzten Seiten machten für mich das bis dahin wirklich 5-Sterne-Buch absolut kaputt. 2 Sterne Abzug ist der wirklich ärgerliche Schluss wert. Daher vergebe ich
3 Sterne

Kommentare:

  1. Warum ist denn der Schluss so ärgerlich, dass er eine derart harsche Abwertung rechtfertigt? Es gab ja viele Andeutungen ...
    Grüße, Thomas Kastura

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    1. Lieber Thomas Kastura, es ist schon ein bisschen her, dass ich das Buch gelesen habe. Ich weiß aber noch, dass der Schluss wirklich "so viel" kaputt gemacht hat für mich. 3 Sterne bedeuten aber für mich immer noch ein gutes Buch!
      Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit,
      Kristine

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