Rezension Der Manipulator

Erscheinungsdatum:13. Juli 2015
Verlag: Heyne
464 Seiten
12,99€

Er gilt als einer der gefährlichsten Serienkiller Englands. Niemand weiß, wie viele Menschen er tatsächlich umgebracht hat; niemand weiß, wo die Knochen seiner Opfer vergraben sind. Seit einigen Jahren sitzt Stuart Nicklin in einem Hochsicherheitsgefängnis. Bis er der Polizei einen Deal anbietet:
Er führt sie an die Stätte seiner Untaten – unter einer Bedingung: Detective Inspector Tom Thorne, der ihn einst zu Fall brachte, muss das Unternehmen leiten. Thorne weiß, dass er zu einem Himmelfahrtskommando antritt, denn Nicklin ist ein Meister der psychologischen Manipulation. Auf einer einsamen walisischen Insel merken Thorne und sein Team schon bald, dass der Killer ein perfides Netzt spinnt, dem keiner entkommen kann ...

Ich denke, ich beginne erst einmal mit dem Positiven an diesem Roman. Der Schreibstil von Mark Billingham ist einfach klasse zu lesen, flüssig, angenehme Satzlängen; wunderbar. Das war auch der Grund, warum ich das Buch so schnell fertig lesen konnte, obwohl mich die eigentliche Geschichte überhaupt nicht fesseln konnte.
Bis zur ersten Hälfte des Buches geschieht so gut wie NICHTS. Und dann geschieht ein bisschen was. Das reicht mir einfach nicht für einen Roman, der als "Thriller" angeboten wird. 
Selbst das Psychospiel zwischen dem Manipulator Nicklin und dem DI TomThorne ist viel zu wenig herausgearbeitet, zu wenig merkbar, eigentlich nicht vorhanden.
Ich hoffte die ganze Zeit während des Lesens auf ein fulminantes Ende, das mich für die fehlende Spannung entschädigt, aber da kam leider wieder nichts. 

Seltsamerweise kam aber trotzdem keine wirkliche Langeweile auf, das Lesen selbst hat mir Spaß gemacht. Ich bleibe nur im Nachhinein enttäuscht zurück.

Daher vergebe ich, völlig unmanipuliert,
3 Sterne

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