Rezension Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden

Erscheinungsdatum: 2. April 2015
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
336 Seiten
14,99€

1975 lernt Pikay in Neu-Delhi durch Zufall die junge Schwedin Lotta kennen und verliebt sich unsterblich in sie. Als Lotta zurück nach Schweden geht, setzt sich Pikay kurz entschlossen auf ein altes Fahrrad und fährt ihr hinterher …
Diese Geschichte erzählt vom unglaublichen Schicksal des kastenlosen Pradyumma Kumar, genannt Pikay. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, kennt er nur Extreme: Mal wird der talentierte Porträtzeichner von Indira Gandhi eingeladen, sie zu malen, mal muss er hungern und schläft auf der Straße. Eines Abends taucht neben seiner Staffelei ein blondes Mädchen auf – und eine unglaubliche Liebesgeschichte nimmt ihren Anfang. Als Lotta zurück nach Schweden geht, stehen die Chancen schlecht für die beiden – wäre da nicht ein altes Fahrrad. Damit macht sich Pikay auf den Weg, um die 7.000 km von Asien nach Europa zurückzulegen. Auch zahlreiche Rückschläge können ihn nicht aufhalten, bis er schließlich tatsächlich in der Heimat Lottas ankommt, einer völlig anderen Welt … Um das Happy End gleich zu verraten: Heute sind die beiden seit über 35 Jahren verheiratet, haben zwei Kinder und leben auf einem alten Bauernhof in der Nähe von Borås.

Als ich von diesem Buch in einer Zeitschrift gelesen habe und gleichzeitig erfuhr, dass es sich um eine reale Geschichte handelt und die beiden - Pikay und Lotta - heute noch zusammen sind (!), war mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen will.
Nach Beendigung meiner Lektüre bin ich hin- und hergerissen, denn in diesem Roman geht es in erster Linie um das Leben von Pikay, die von mir erwartete Liebesgeschichte kommt erst gegen Ende.
Das indische Leben, die Problematik der Kasten und der "Unberührbaren", das alles ist natürlich interessant, aber nicht, wenn man sich eigentlich eine Art Liebesroman erwartet hat oder sich auf die Schilderungen von dem neuen Leben in der "neuen" Welt mit seiner großen Liebe gefreut hat.
Daher tue ich mich mit der Bewertung wirklich schwer. Der Schreibstil ist ok, man kann das Buch schön und flüssig lesen, allerdings hatte ich immer wieder doch einfach Langeweile (die wahrscheinlich wieder meiner falschen Erwartung geschuldet war).

Da es wirklich KEIN schlechtes Buch ist und der Roman nichts dafür kann, dass der Klappentext so irreführend ist, vergebe ich für "Den Inder, der auf dem Fahrrad undsoweiter"

3 Sterne

Hier könnt ihr in die Leseprobe reinschnuppern.

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