Rezension Mut zur Freiheit



Erscheinungsdatum: 19. Oktober 2015
Verlag: Goldmann
320 Seiten
19,99€

Yeonmi Park träumte nicht von der Freiheit, als sie im Alter von erst 13 Jahren aus Nordkorea floh. Sie wusste nicht einmal, was Freiheit ist. Alles, was sie wusste war, dass sie um ihr Leben lief, dass sie und ihre Familie sterben würde, wenn sie bliebe
- vor Hunger, an einer Krankheit oder gar durch Exekution. In ihrem Buch erzählt Yeonmi Park von ihrem Kampf ums Überleben in einem der dunkelsten und repressivsten Regime unserer Zeit; sie erzählt von ihrer grauenhaften Odyssee durch die chinesische Unterwelt, bevölkert von Schmugglern und Menschenhändlern, bis nach Südkorea; und sie erzählt von ihrem erstaunlichen Weg zur führenden Menschenrechts-Aktivistin mit noch nicht einmal 21 Jahren.

Nach "Kim & Struppi" ist dies erst mein zweites Buch zum Thema "Nordkorea". Und dieses Buch von Yeonmi Park hat mich so mitgenommen in doppeltem Wortsinn. Zum einen erzählt Yeonmi Park zusammen mit Maryanne Vollers so eindringlich, anschaulich und lebendig, dass ich stets einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen hatte. Zum anderen sind die Erlebnisse, die die Autorin schildert teils so unwirklich, so schrecklich. Immer wieder musste ich mich erinnern, dass Yeonmi nicht vor 50 Jahren lebte, sondern dass sie 1993 geboren wurde! 1993! Da habe ich Abitur gemacht! Es ist für mich einfach unvorstellbar, wie die Lebensumstände in Nordkorea sind.
Zur Geschichte selbst will ich nicht mehr viel sagen, das soll jeder selbst erfahren.

Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus, denn dieses Buch bringt einem auf leicht und flüssig zu lesende Weise auf eindringliche Art einen Teil der Welt näher, von dem ich bisher viel zu wenig wusste und mir auch noch nicht zu viele Gedanken gemacht habe.

5 Sterne

Ach ja: Yeonmi Parks Lieblingsfarbe ist hellgrün, ihre Hobbies sind Lesen und Dokumentationen ansehen.

Leseprobe

Einige Abschnitte habe ich auch als Hörbuch gehört und auch dieses Format kann ich euch nur ans Herz legen, denn Julia Casper liest unwahrscheinlich angenehm.



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