Rezension Die Kirschvilla

Erscheinungsdatum: 12. September 2016
Verlag: Heyne
480 Seiten
9,99€

 Isabell und ihre Großmutter Pauline treten ein Erbe in Köln an – Paulines Geburtshaus. Doch die alte Villa am Rheinufer birgt dunkle Geheimnisse. Bald sieht sich Isabell mit der Frage konfrontiert, ob ihr Liebesglück mit den Geheimnissen ihrer Familie zusammenhängt.
Denn ausgerechnet Julius, Isabells neue Liebe, scheint tief in die schmerzliche Familientragödie verstrickt. Doch schließlich geben zwei Tagebücher aus den 1920er-Jahren, die die Zeit überdauert haben, Auskunft über die schockierenden Geschehnisse am Rheinufer – und über Wahrheiten, die niemand gerne über seine Familie erfährt.

Dank Lucinda Riley und Teresa Simon kam ich schon vor einiger Zeit auf den Geschmack von Romanen dieses Genres. Familiengeheimnisse, verschiedene Zeitebene, etwas Liebe, Drama, ...
Und mit Hanna Caspian habe ich nun eine neue Autorin für mich entdeckt.
Anfangs tat ich mich etwas schwer, in die Geschichte um Isabell und ihrer Familie eintauchen zu können. Dann aber entwickelte sich ein Sog, dem ich nicht mehr entrinnen konnte. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, so sehr fieberte und litt ich mit. Vor allem das Geschehen um die Kinder (Isabells Großtanten und -onkel) nahm mich so sehr mit, dass ich das ein und andere Mal mit Tränen in den Augen dasaß.

Leicht ist "Die Kirschvilla" nicht immer zu lesen, manchmal musste ich mich doch sehr konzentrieren, um Namen den Personen und diese Personen den Familien zuordnen zu können. Ich habe dann aber bemerkt, dass es das einfachste ist, sich darauf einzulassen, weiterzulesen - es ist dann doch nachvollziehbar.
Der Titel "Die Kirschvilla" ist im Nachhinein etwas zu gewollt gewählt, denn eine wirklich große Rolle spielen weder Kirschen noch der etwas bemüht in Szene gesetzte Kirschbaum.
Das ist aber Nörgeln an klitzekleinsten Kleinigkeiten, da ich sonst einfach gar nichts finden kann.

Fazit:
Dieser wunderbare, fesselnde, tragische Familienroman von Hanna Caspian ist ein absolutes Lesemuss für alle Fans von Lucinda Riley, Teresa Simon und Co - und für alle anderen, die die Inhaltsangabe auch nur ein bisschen interessant finden.

5 Sterne +++

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