Rezension Ein Jahr auf Kuba

Erscheinungsdatum: 16. August 2016
Verlag: Herder
192 Seiten 14,99€

Es piept, pfeift, trillert, tutet, trötet unablässig aus den Autos, Motorrädern, Bussen, Cocotaxis und Bicitaxis auf Havannas Straßen. Fliegende Händler ziehen durch die Gassen, Scherenschleifer zücken ihre Trillerpfeifen. Petra Gabriel hat sich ihren Traum von der Sehnsuchtsinsel Kuba erfüllt. Sie stürzt sich ins pulsierende Leben der Hauptstadt und erlebt eine Insel zwischen dem Gestern der Revolution und dem Morgen einer hoffnungsvollen Zukunft. Ein einmaliges Leseerlebnis – und eine Einladung, Kuba reisend zu erobern.  

Was ich jetzt von Kuba weiß? Dort ist es heiß und Katzen werden bestialisch gequält.
Schade, wenn das alles ist, was von einem ganzen Jahr auf Kuba bei mir hängen blieb.
Aufgefallen ist der für mich seltsam distanzierte Schreib- und Erzählstil, war ich doch öfter an ein Lexikon oder Geschichtsbuch erinnert, als an einen persönlichen Erfahrungsbericht. Nach einer Episode über den Papstbesuch zum Beispiel folgt fast zusammenhangslos eine Aufzählung von kubanischen Pflanzen, Samen und ein Einblick in die hiesige Tierwelt.
Auf den knapp 190 Seiten wurde ich bombadiert mit Zahlen, Fakten, Daten, dass ich manchmal nicht mehr wusste, ob ich ein Lexikon oder Geschichtsbuch oder doch ein Unterhaltungsbuch in der Hand halte.
Nach Beendigung des Buches kann ich nicht wirklich wiedergeben, was Petra Gabriel in ihrem Jahr auf Kuba erlebt hat.
Und was der Unterschied zwischen CUC und CUP ist weiß ich immer noch nicht.

Statistische Abhandlungen, Wirtschaftsnachrichten, Zahlen, Fakten, statistische Erhebungen...

Nein, das war nichts für mich. Schade.

Aber ich freue mich trotzdem auf die beiden anderen neuen "Ein Jahr in..." Bücher:
Ein Jahr in Prag
Ein Jahr in Kalifornien

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