Rezension Der Tod so kalt

Erscheinungsdatum: 6. März 29017
Verlag: DVA
480 Seiten
14,99€

Drei grausame Morde. Ein schweigendes Dorf. Ein Fremder, besessen von der Wahrheit
 Südtirol, 1985. Tagelang wütet ein gewaltiges Gewitter über der Bletterbach-Schlucht. Drei junge Einheimische aus dem nahegelegenen Siebenhoch kehren von einer Wanderung nicht zurück – schließlich findet ein Suchtrupp ihre Leichen, aufs Brutalste entstellt. Den Täter vermutet man im Bekanntenkreis, doch das Dorf hüllt sich in eisiges Schweigen.
Dreißig Jahre später beginnt ein Fremder unangenehme Fragen zu stellen. Jeder warnt ihn vor den Konsequenzen, allen voran sein Schwiegervater, der die Toten damals gefunden hat. Doch Jeremiah Salinger, der seiner Frau in ihr Heimatdorf gefolgt ist, lässt nicht locker – und wird schon bald seine Neugier bereuen. Ein Fluch scheint alle zu verfolgen, die sich mit den Morden beschäftigen. Ist dort unten am Bletterbach etwas Furchtbares wieder erwacht? Etwas, so uralt wie die Erde selbst ...


Ich bin immer noch ganz gefangen von und in der Bletterbach-Schlucht. Luca D'Andrea hat einen Schreibstil, der einem den Atem nimmt. Wirklich. Kennt ihr das, wenn einem so richtig seltsam im Bauch wird, weil man das Grauen fast greifen kann? Genau SO ging es mir an einigen Stellen.

Obwohl dieser Thriller kein reißerischer Pageturner ist wie zB. Bücher von Chris Carter, konnte ich "Der Tod so kalt" kaum aus der Hand legen. Aufs Eindringlichste wird einem die archaische Gegend um Siebenhoch beschrieben. Der Protagonist Salinger deckt Dank seiner Besessenheit ein Drama auf, dass man sich bis zu den letzten Seiten kaum vorstellen kann. 
Und hier komme ich auch zu dem ersten halben Stern Abzug: Zum Ende hin überschlagen sich die Wendungen und für meinem Geschmack passiert einiges, was zum fantastischen Rest des Buches einfach nicht passt. Aber eben erst auf den letzten paar Seiten. 
Den anderen halben Stern ziehe ich ab, da es einige Passagen gab, die ich nur überflogen habe, weil sie meiner Meinung nach zu langatmig waren.

Ach, ich kann meinen Eindruck diesmal gar nicht in die richtigen Worte packen, ich bin ZU beeindruckt. 
Auf alle Fälle ist "Der Tod so kalt" ein absolut empfehlenswertes Buch, eigenartig, gewaltig, wahnsinnig. 

Da dies das Debüt von Luca D'Andrea ist, hoffe ich sehr, dass er noch weitere Bücher schreiben wird.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen