Rezension Gibt es ein Leben nach dem Tod?



Erscheinungsdatum: 26. Juni 2017
Verlag: Kösel
144 Seiten
18 €

Kleine Kinder, große Fragen

Junge Familien sind oftmals auf der Suche nach Beratung und theologisch fundierten Überlegungen zu existentiellen Fragen rund um das Thema Tod und Trauer, denen niemand ausweichen kann.

Das Buch greift die Fragen in einer einfachen und klaren Sprache auf. Kinder können sich so allein oder zusammen mit ihren Eltern auf Spurensuche begeben. Auf diese Weise ist es nicht nur ein interessantes Buch für Kinder, sondern auch ein kluger Ratgeber für Eltern und alle, die mit Kindern leben und arbeiten und auf der Suche nach Antworten auf deren verzwickte Fragen sind.


Der Opa meiner Kinder, mein Papa ist gestorben. So kamen natürlich Fragen auf, das Thema "Tod und Sterben" wird in unserer Gesellschaft leider immer noch sehr ignoriert und ausgeblendet. In den Gesprächen mit meinen Kindern wurde mir schnell bewusst, dass auch ich selbst mehr Fragen als Antworten hatte. Und dann bin ich über dieses Buch gestolpert.
Sowohl Theologen als auch Psychologen und Mediziner geben auf kindgerechte Weise Antworten auf die verschiedenste Fragen, seien es welche, die das Diesseits betreffen (Was passiert bei einer Beerdigung, Tut sterben weh?, Warum weinen wir, wenn jemand stirbt?, ...) als auch welche, die das "Danach" versuchen zu erklären (Wenn der Körper tot ist, fliegt dann seine Seele in den Himmel?, Gibt es eine Hölle?, ...)

Ich selbst habe am meisten in dem Buch gelesen, einige zusammen mit meinen Kindern besprochen und manches haben sie auch alleine gelesen.

Leider ist der Anlass ein so trauriger, aber ich kann "Gibt es ein Leben nach dem Tod? - Kinder fragen - Forscherinnen und Forscher antworten" unbedingt empfehlen. Nicht nur für die Kinder, auch für einen selbst.


Nachfolgendes Zitat hat mich besonders berührt, daher möchte ich es unbedingt teilen:

"Wenn Gott Menschen und Tiere aus Liebe geschaffen hat, dann kann er nicht den einen seinen Himmel öffnen, den Ort, wo alles gut ist, und ihn den anderen verschließen." (S.129)
 

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