Rezension Irenas Liste




Erscheinungsdatum:
Verlag: Heyne
432 Seiten
21,99€

Ein Zeugnis von unglaublichem Mut

Was vermag ein einzelner Mensch gegen die Grauen einer ganzen Epoche auszurichten?

Eine Menge, wie die wahre Geschichte Irena Sendlers zeigt: Warschau, 1942. Als Sozialarbeiterin hat die junge Polin Zugang zum hermetisch abgeriegelten Ghetto. Was niemand weiß: Sie geht von Tür zu Tür, um verzweifelten Eltern ihre Hilfe anzubieten und ihre Kinder vor der Deportation und dem sicheren Tod zu retten.

Obwohl mich das Thema Drittes Reich sehr interessiert, habe ich den Namen Irena Sendler bisher noch nie gehört. Umso interessierter war ich an diesem Buch, dessen Titel wahrscheinlich mit Absicht an "Schindlers Liste" erinnert.
Keine einzige Geschichte, die im Zweiten Weltkrieg spielt, ist angenehm zu lesen. Im Gegenteil, mich fordern die Lesestunden mit solchen Büchern immer sehr. Und trotzdem halte ich es für ungemein wichtig, sich immer und immer wieder vor Augen zu führen, dass es stets Menschen gab, die sich gegen Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit einsetzten.
Über das Leben von Irena Sendler will ich hier nichts erzählen, dafür ist das Buch ja da.
Tilar J. Mazzeo, Kulturhistorikerin und Biographin, hat mit "Irenas Liste" eine gut und flüssig zu lesende Biographie einer beeindruckenden Frau geschrieben, die mich wieder neu bestärkt hat, auch in der heutigen Zeit alles dafür zu tun, dass es nie wieder so weit kommt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen