Rezension Kukolka


Erscheinungsdatum: 18. August 2017
Verlag: Aufbau
375 Seiten
22€

Ukraine, 90er Jahre. Große Party der Freiheit. Manche tanzen und fressen oben auf dem Trümmerhaufen der Sowjetunion, andere versuchen noch, ihn zu erklimmen. Auch Samira. Mit sieben Jahren macht sie sich auf die Suche nach Freiheit und Wohlstand. 

Lana Lux schreibt ihren Roman aus der Sicht von Kukolka - Samira, einem lebenshungrigen, starken Mädchen, das einen Platz im Leben sucht und stets an seiner Sehnsucht festhält, nach Deutschland zu kommen und dort ihre Kinderfreundin wieder zu finden.

Gebannt und erschüttert verfolgte ich Samiras Lebensweg, der geprägt ist von Gewalt, Dreck, Lügen, Enttäuschung, Hoffnung und enttäuschter Hoffnung.
Ich mag mir gar nicht vor Augen halten, wie vielen Kindern es wirklich so wie Kukolka geht - und wie vielen noch schlimmer.

" "Wer bist du?", fragte ich.
"Wer bist du?", fragte die Gestalt zurück.
"Ich? Ich bin niemand."
"Das ist gut. Wer niemand ist, kann alles werden." "
(S. 160)

"Kukolka" von Lana Lux ist keine leichte Kost, das Buch verlangt dem Leser einiges ab, aber dennoch ist es eines der besten Bücher für mich, das ich 2017 gelesen habe. Dieses kleine Mädchen hat mich so sehr berührt.

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